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Cyberangriffe 2025: Schaden, Täter und Schutz für KMU

Die deutsche Wirtschaft verliert jährlich 289 Milliarden Euro durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage. Kleine und mittlere Unternehmen sind dabei das häufigste Ziel. Die wichtigsten Zahlen und fünf Maßnahmen, die jeder Betrieb umsetzen kann.

Der Branchenverband Bitkom befragt jährlich gut 1.000 Unternehmen ab zehn Beschäftigten zu Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage. Für den Zeitraum bis Mitte 2025 beziffert die Studie „Wirtschaftsschutz 2025“ den Gesamtschaden auf 289,2 Milliarden Euro, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 70 Prozent davon, 202,4 Milliarden Euro, gehen auf Cyberangriffe zurück.

Die wichtigsten Zahlen

  • 34 Prozent der Unternehmen waren von Ransomware betroffen; 15 Prozent der Betroffenen zahlten Lösegeld.
  • Jeweils 46 Prozent der betroffenen Unternehmen ordnen Angriffe Russland und China zu; 28 Prozent vermuten ausländische Nachrichtendienste.
  • 59 Prozent der Unternehmen sehen sich durch Cyberangriffe in ihrer Existenz bedroht.
  • Im Durchschnitt fließen 18 Prozent des IT-Budgets in IT-Sicherheit.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ergänzt in seinem Lagebericht 2025: Täglich wurden im Schnitt 119 neue Schwachstellen in Software bekannt, 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Ransomware bleibt die größte Bedrohung, und kleine und mittlere Unternehmen sind überproportional betroffen.

Warum KMU im Fokus stehen

Angreifer suchen nicht die wertvollsten, sondern die am leichtesten erreichbaren Ziele. Kleine Unternehmen haben seltener eigene Sicherheitsteams, aktualisieren Systeme später und nutzen häufiger Fernzugänge ohne zweiten Faktor. Zugleich sind sie als Zulieferer ein Einfallstor in größere Unternehmen. Für eine Region mit vielen spezialisierten Mittelständlern ist auch Wirtschaftsspionage kein abstraktes Risiko.

Fünf Maßnahmen mit dem größten Effekt

  1. Mehrfaktor-Authentifizierung für E-Mail, VPN, Cloud-Dienste und Administratorkonten. Verhindert den Großteil der Angriffe mit gestohlenen Passwörtern.
  2. Backups nach der 3-2-1-Regel und regelmäßige Tests, ob die Wiederherstellung funktioniert. Die einzige zuverlässige Antwort auf Ransomware.
  3. Updates zeitnah einspielen, Systeme ohne Herstellersupport ersetzen oder vom Netz trennen.
  4. Ein Notfallplan auf Papier: Kontakte, Prioritäten, Kommunikationswege, Meldepflichten. Im Ernstfall ist das Netzwerk nicht verfügbar.
  5. Mitarbeitende regelmäßig sensibilisieren, vor allem zu Phishing und zu Anrufen, die sich als IT-Support oder Geschäftsführung ausgeben.

Ergänzend lohnt die Prüfung einer Cyberversicherung, nicht zuletzt, weil die Versicherer die genannten Maßnahmen ohnehin zur Bedingung machen.