Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

StartDigital 2026: 150 Gäste, sechs Vorträge und ein Live-Experiment im Argen-Pavillon

Rund 150 Unternehmerinnen, Unternehmer und Fachkräfte aus der Region kamen am 8. Oktober zur StartDigital nach Wangen im Allgäu. Ein Rückblick auf einen Tag zu Sichtbarkeit, KI-Agenten, Cybercrime, Vertrieb und KI in der Unternehmenssoftware.

Keine Buzzwords, sondern Werkzeuge: Unter diesem Anspruch hat der Wangener Wirtschaftskreis e.V. am Donnerstag, 8. Oktober 2026, zur StartDigital eingeladen, erstmals in den Argen-Pavillon auf dem Areal der Landesgartenschau. Rund 150 Unternehmerinnen, Unternehmer und Fachkräfte aus der Region Bodensee-Allgäu-Oberschwaben erlebten einen Tag mit sechs Fachvorträgen, einem Live-Experiment und viel Gelegenheit zum Austausch.

Sichtbarkeit: Der Kampf um den Platz in der KI-Antwort

Den Auftakt machte Marcus Eberlei, Host der StartDigital und Inhaber der edesign Werbeagentur. Sein Thema: wie KI in wenigen Monaten neu sortiert hat, wie Menschen suchen, finden und kaufen. Wer früher auf Platz 1 bei Google stand, kämpft heute um den Platz in der KI-Antwort. Eberlei zeigte, wie AI Overviews, ChatGPT & Co. die Suche umbauen, und räumte mit einem verbreiteten Irrtum auf: Google bestrafe keine KI-Texte, abgestraft werde Masse ohne Substanz. „Das reale Risiko für den Mittelstand ist nicht die Abstrafung, sondern die Unsichtbarkeit.“ Direkt im Anschluss startete das ungewöhnlichste Format des Tages: Software bauen, ohne eine Zeile zu programmieren. Ein Gast aus dem Publikum nannte eine echte Anforderung aus seinem Arbeitsalltag, in den Pausen zwischen den Vorträgen entstand daraus mit KI Schritt für Schritt eine Anwendung. Ein offenes Experiment, das zeigen sollte, wie nah „Beschreiben“ und „Entwickeln“ heute beieinanderliegen.

KI-Agenten, die wirklich arbeiten

Marie Christine Reiter, KI-Trainerin und Gründerin von „KI mit Marie“, setzte bei einer Beobachtung an, die viele im Saal teilten: Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern daran, dass KI nur als bessere Suchmaschine genutzt wird. An einem echten Beispiel zeigte sie, wie ein KI-Agent eigenständig Aufgaben übernimmt, und beantwortete die Frage, was sich heute schon lohnt und wo man besser noch die Finger weglässt. Dr. Marc Maisch, Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht, zeigte, wie Ransomware, Phishing und Identitätsdiebstahl ablaufen und wie Unternehmen Angriffe früh erkennen und stoppen. Statt Theorie gab es klare Maßnahmen für Prävention und Ernstfall, bis hin zur Rolle von Forensik und Strafverfolgung. Sein Fazit: Pflichtprogramm für alle, die Verantwortung tragen.

Future Pilot: KI aktiv steuern

Den Nachmittag eröffnete Keynote-Speaker Roger Basler de Roca. Seine Botschaft: „Wenn Sie KI 2026 nicht aktiv steuern, steuert KI irgendwann Ihre Konkurrenz.“ Er zeigte, welche Trends jetzt zählen, wie man aus der Tool-Flut die passenden Systeme wählt, Routinearbeiten automatisiert und Mitarbeitende zu KI-Botschaftern macht, ohne das Team zu überfordern. Florian Wassel, CEO und Gründer der Digitalagentur TOWA, übertrug die Prinzipien von Amazon & Co. auf das B2B-Geschäft. Kunden vergleichen heute online und schneller, sie erwarten klare Antworten. Wassel zeigte, welche Touchpoints den Unterschied machen und wie digitale Erlebnisse Vertrauen aufbauen, bevor das erste Gespräch stattfindet.

KI in CRM, HRM und ERP

Zum Abschluss holte Manuel Sauer von der SAMSA-IT GmbH das Thema in den Betriebsalltag. Anhand von CRM, HRM und ERP zeigte er, welche Aufgaben KI in Vertrieb, Personal und Buchhaltung heute schon übernimmt und wo sich Prozesse automatisieren lassen. Ab 17.30 Uhr ging der Tag in die Open-Networking-Party über.

Die StartDigital 2026 hat gezeigt, dass der Mittelstand in der Region keinen Nachhilfeunterricht braucht, sondern Übersetzung: von Technologie in Entscheidungen. Genau dafür gibt es StartDigital auch nach dem Event. Wo Ihr Betrieb steht, zeigt der Selbstcheck in vier Minuten. Passende Dienstleister aus der Region finden Sie im Partnerverzeichnis, und wer ein konkretes Vorhaben hat, kann ein kostenloses Erstgespräch anfragen.